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Warum Französisch lernen? / Pourquoi apprendre le français?

Schulzeit ist "Sprachenlernzeit"!

Nach einer Forderung der Europäischen Kommission, soll jeder europäische Bürger neben seiner Muttersprache mindestens zwei lebende Sprachen beherrschen!

Französisch ist eine von 21 in Europa gesprochenen Sprachen. Aber warum sollte man ausgerechnet Französisch lernen?

Die nachstehende Ausführung soll Ihnen als Eltern eine Entscheidungshilfe sein für den "Sprachlernplan" Ihres Kindes. Sie versteht sich dabei vor allem als Plaidoyer (frz.!) für Französisch und nicht als Argumentation gegen andere Sprachen!


Französisch ist mit Englisch die einzige Sprache, die auf allen fünf Kontinenten gesprochen wird

Über 200 Millionen Menschen auf den fünf Kontinenten sprechen Französisch als Mutter- oder Verkehrssprache. Hinzu kommen weltweit mehr als 180 Millionen Menschen, die Französisch  lernen oder studieren. Französisch ist damit eine bedeutende internationale Kommunikationssprache. Französisch ist nach Englisch die Sprache, die am häufigsten gelernt wird, und belegt unter den am meisten gesprochenen Sprachen den neunten Platz. Nach Englisch ist Französisch auch die Sprache, die weltweit am häufigsten unterrichtet wird, und dies auf allen fünf Kontinenten. 68 Staaten und Regierungen sind frankophon (davon sind 56 Mitglieder in der Organisation Internationale de la Francophonie, vgl. Karte). Frankreich verfügt zudem über das größte Netz an Kultureinrichtungen im Ausland.

Nach Englisch und Deutsch (und vor Spanisch) ist Französisch die Sprache, die im Internet am dritthäufigsten verbreitet ist. Wer Französisch versteht, kann die Welt mit anderen Augen sehen, da er mit französischsprachigen Menschen auf allen Kontinenten kommunizieren und sich über die großen internationalen Medien in französischer Sprache (TV5, France 24, Radio France Internationale) informieren kann.

 

Ein Pluspunkt für die Berufskarriere

Die Beherrschung von Englisch und Französisch ist ein Pluspunkt, um bei den vielen französischen und frankophonen multinationalen Unternehmen in den vielfältigsten Bereichen eine Arbeit zu finden (Vertrieb, Automobilsektor, Luxusindustrie, Luftfahrt usw.). Als fünftgrößte Handelsmacht lockt Frankreich Unternehmer, Forscher und viele ausländischen Studenten an. Aber auch in Deutschland sind französische Sprachkenntnisse für viele interessante Studiengänge, berufliche Austauschprogramme und Praktika Voraussetzung.

Frankreich, unser größter europäischer Nachbar, ist der wichtigste Handelspartner Deutschlands. In Wirtschaft, Wissenschaft und Technik, von der Luft- und Raumfahrt über die Informations- und Kommunikationstechnologie bis zur Biotechnologie und Klimaforschung gibt es zahlreiche deutsch-französische Kooperationen in denen aktuell mehr als 400.000 Deutsche einen dauerhaften Arbeitsplatz finden.

Bei den auf dem Arbeitsmarkt geforderten Fremdsprachen steht Französisch mit großem Abstand (nach Englisch) an zweiter Stelle!

Französisch ist zugleich Arbeits- und Amtssprache in der UNO, der UNESCO, der NATO, der Europäischen Union, im Internationalen Olympischen Komitee und im Internationalen Roten Kreuz. Französisch ist die Sprache mehrerer internationaler Gerichtshöfe. Für jeden, der eine Karriere in einer internationalen Organisation anstrebt, ist die Beherrschung des Französischen unerlässlich.

 

Ein Vorteil für ein Studium in Frankreich

Wer Französisch spricht, kann sein Studium an einer der namhaften französischen Universitäten (Sorbonne, Universität Pierre und Marie Curie…) oder Elitehochschulen (HEC, Polytechnique, ESSEC) fortsetzen, und dies oftmals zu sehr vorteilhaften finanziellen Bedingungen. Die Studierenden, die die französische Sprache beherrschen, können auch unter bestimmten Bedingungen Stipendien der französischen Regierung erhalten, um in Frankreich in allen Fachrichtungen ein Postgraduiertenstudium zu absolvieren oder ein anerkanntes internationales Diplom zu erwerben.

 

Französisch erleichtert das Erlernen weiterer Sprachen

Französisch lernen erleichtert auch das Erlernen anderer Sprachen, insbesondere der romanischen Sprachen (Spanisch, Italienisch, Portugiesisch oder Rumänisch), aber auch des Englischen, da über 50 % des derzeitigen englischen Vokabulars aus dem Französischen stammen.

Lerner, die vom Französischen ausgehend z.B. Italienisch lernen wollen, haben im Grundwortschatz ein Transferpotenzial von 86%, d.h. so hoch ist der Anteil der italienischen Grundwörter, die vom Französischen ableitbar (und damit meist auch leicht verstehbar) sind. Für Spanisch liegt dieses Potenzial bei 82% und bei Englisch immerhin noch bei 70%.

Diese Zahlen belegen, neben zahlreichen grammatikalisch-strukturellen Ähnlichkeiten, die herausgehobene Stellung des Französischen als Brückensprache zur Romania.

Deutschsprachige Studierende, welche einen Teil ihrer Ausbildung in Italien oder Spanien verbracht absolvieren, berichten ebenso wie Arbeitskräfte, welche sich aus beruflichen Gründen rasch mit dem Italienischen, Spanischen oder Portugiesischen vertraut machen mussten, regelmäßig, wie leicht ihnen die Aneignung der entsprechenden Sprache gefallen sei, weil ihnen das Französische hierbei wirksam Hilfe geleistet habe.

Schulische Lernerfahrungen mit dem Französischen spielen offenbar eine wichtige Rolle: der Französischunterricht scheint in der Lage zu sein, die Selbsteinschätzung und die Motivation vermitteln zu können, weitere Sprachen hinzulernen zu können und zu wollen. Studierende, deren schulische Fremdsprachenkenntnisse auf nur eine moderne Fremdsprache begrenzt bleiben, gehen dagegen seltener ins Ausland. Auch bleibt die Wahl ihrer Universitäten weitgehend auf die englischsprachigen Länder begrenzt – und diese stellen keineswegs die Mehrzahl der europäischen Hochschulen.

 

Entdeckung eines unvergleichlichen kulturellen Universums

Französisch wird häufig als die Sprache der Kultur betrachtet. Jeder Französischkurs ist zugleich auch eine kulturelle Reise in die Welt der Mode, der Gastronomie, der Künste, der Architektur und der Wissenschaft. Wer die französische Sprache beherrscht, hat auch Zugang zur Originalfassung der Werke großer französischer Schriftsteller wie Victor Hugo oder Marcel Proust sowie bedeutender Dichter wie Charles Baudelaire oder Jacques Prévert. Das heißt auch Schauspieler wie Gérard Dépardieu oder Isabelle Huppert verstehen können…; das heißt schließlich die Freude haben, Lieder von Edith Piaf oder Charles Aznavour verstehen und singen zu können. Aber auch moderne französische Musik findet immer öfter Zugang zum deutschen Markt. Spätestens seit dem Mega-Hit „Alors on danse“ hat Französisch zahlreiche Kinderzimmer erobert und viele Jugendliche schätzen Frankreich als Europas größten Rap- und Hip-Hop-Produzenten.

Die französische Kultur und Literatur hat Deutschland seit dem Mittelalter immer wieder stark geprägt, im letzten Jahrhundert z.B. durch Impressionismus und Expressionismus, Nouvelle Vague und Nouveau Roman sowie Existentialismus und Poststrukturalismus. Die Auseinandersetzung mit diesen Strömungen bedeutet eine große kulturelle Bereicherung, die auf historisch-politischer Ebene ihre Fortsetzung findet. Frankreich, „Land der intellektuellen Freiheit“, hat Europa und die Welt nachhaltig verändert mit den universellen Idealen der Philosophen der Aufklärung, die der Idee der Menschenrechte weltweit zum Durchbruch verhalfen. Und noch im 20. Jahrhundert gingen z.B. von der Europäischen Studentenrevolte von 1968 wichtige Impulse für eine gesellschaftliche Weiterentwicklung aus dem Kreise französischer Intellektueller aus.

 

Paris und Frankreich besichtigen

Mit jährlich über 75 Millionen Touristen ist Frankreich das weltweit am meisten besuchte Land. Paris bleibt mit Abstand die Nr. 1 im internationalen Städetourismus (Das WGE trägt dazu gerne bei...). Mit Französischkenntnissen ist es um so vieles angenehmer und leichter, Paris und alle französischen Regionen (von der Côte d’Azur mit ihrem milden Klima bis zu den verschneiten Gipfeln der Alpen über die wilden Küsten der Bretagne) zu besichtigen, aber auch die Kultur, die Mentalitäten und die französische Lebenskunst zu verstehen. Ebenso nützlich ist Französisch, wenn man die Schweiz, Monaco, Afrika, Kanada, die Seychellen, Martinique oder Vietnam besucht.

 

Französisch in der Schule – in jedem Fall ein Gewinn

Entgegen den vorgefassten Meinungen ist Französisch keine schwere Sprache. Es ist eine Sprache, die eine gewisse Präzision verlangt (und steht Latein damit grundsätzlich in nichts nach); ihr Reichtum ermöglicht es aber, vielfältige Nuancen auszudrücken. Sehr rasch kann man nach einigen Lektionen auf Französisch kommunizieren. Die Schüler schätzen Französisch auch, weil es eine sanfte, melodiöse und romantische Sprache ist.

Da Französisch den Ruf von Exzellenz genießt, sind die Schüler häufig motiviert und haben ein gutes Niveau (auch in anderen Fächern). Mit Französisch als einer analytischen Sprache können Schüler ihr Denken strukturieren und den kritischen Verstand schärfen. Ein Schüler, der Französisch lernt, lernt auch zu argumentieren und unterschiedliche Sichtweisen zu präsentieren, was bei Diskussionen oder Verhandlungen sehr hilfreich ist.

Dies können die Schüler in der Realität erproben, wenn sie mit französischsprachigen Jugendlichen ihres Alters Kontakt aufnehmen. Die Austauschmöglichkeiten sind vielfältig, sei es per Brief oder Internet. Für einen Aufenthalt in Frankreich gibt es vielfältige Formen, bei denen die Schüler bereichernde Erfahrungen sammeln können. Tausende Partnerschaften wurden zwischen französischen Einrichtungen und Schulen auf der ganzen Welt begründet und ermöglichen es, Beziehungen mit dem weltweit größten schulischen Netz zu knüpfen. Mit seiner jahrzehntealten Schulpartnerschaft mit Voiron beteiligt sich das WGE aktiv und mit großem Erfolg an dieser Vernetzung.

 

Wer Französisch spricht, trägt wesentlich dazu bei, dass die sprachliche Vielfalt in der Welt gewahrt bleibt und sich in einer globalisierten Welt nicht ausschließlich eine einzige Sprache durchsetzt.

 

 

[Quellen: Verschiedene Veröffentlichungen des Institut Français; Tesch, Leupold, Köller: Bildungsstandards Französisch konkret, Berlin 2008, hier v.a. Kapitel 1]

Und wem das immer noch nicht reicht, dem sei folgender Link empfohlen.