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Intentionen des Sozialpraktikums

Das Sozialpraktikum, das unsere Schülerinnen und Schüler in der 10. Jahrgangsstufe absolvieren, soll wie jedes Schülerpraktikum- den jungen Menschen Lernerfahrungen bieten, die über Unterricht, Schulleben, Familie und Alltag hinausgehen. Es unterscheidet sich von den an vielen Schulen üblichen Schülerpraktika, die den Schülerinnen und Schülern Einblick in das Berufsleben ermöglichen; ein solches Praktikum führen unsere Schüler in der 9. Jahrgangsstufe durch.

Im Mittelpunkt des Sozialpraktikums stehen weder Unterrichtsstoffe noch Lernziele, sondern Menschen, die ohne besondere menschliche und finanzielle Hilfe anderer nicht oder nur mit großen Schwierigkeiten zurechtkommen.

Üblicherweise leben wir mit Menschen zusammen, die - wie wir selbst- ihr Leben selbst gestalten können, die aus sich und ihrem Leben etwas machen und möglichst unabhängig von anderen sind oder es doch werden wollen. Während des Sozialpraktikums begegnen die Schülerinnen und Schüler Menschen, die nur mit Schwierigkeiten oder gar nicht ohne Hilfe zurecht kommen und die deswegen im öffentlichen Leben nicht vorzukommen scheinen, aber in besonderer Weise die Zuwendung derjenigen brauchen, die körperlich, seelisch, sozial, finanziell selbständig sind.

Behinderte, pflegebedürftige oder kranke Menschen und ihre Lebensbedingungen sollen im Zentrum der Aufmerk-samkeit der Praktikanten stehen. Die jungen Menschen werden in Alten- und Pflegeheimen, ambulanten Pflege-diensten, Krankenhäusern, Sonderschulen für Lernbehinderte und für geistig Behinderte, für Sehbehinderte und Gehörlose, Grundschulen und Kindergärten mit Integrationsklassen bzw. -gruppen oder Behindertenwerkstätten, Tagesstätten u.a. unter Anleitung betreuerische und pflegerische Aufgaben übernehmen. Dort werden sie das Leben aus einer ungewohnten, aber wichtigen Perspektive kennen lernen. Sie werden viele ernste Situationen und Probleme erleben, aber auch erfahren, wie viel Freude der Umgang mit behinderten und alten Menschen mit sich bringt.

Während des Praktikums sollen die jungen Menschen

  • aufmerksamer werden auf die Bedürfnisse, auf die Schicksale und auf die Verletzlichkeit anderer,
  • Ängste und Unsicherheiten vor behinderten und pflegebedürftigen Menschen verlieren,
  • sich der eigenen Verletzlichkeit bewusster werden,
  • erfahren, dass sie gebraucht werden und helfen können,
  • Fähigkeiten bei sich entdecken, die sie sonst nicht wahrnehmen würden
  • Einsichten für die Notwendigkeit einer sozialen und solidarischen Gesellschaft gewinnen.

Auf diese Weise soll das Praktikum zu der Erkenntnis beitragen, dass die Beachtung dieser Menschen nicht nur An-gelegenheit derjenigen sein kann, die als Angehörige unmittelbar betroffen sind, ebenfalls nicht nur derjenigen, die sich beruflich um diese Menschen bemühen. Soziales Verhalten als Wahrnehmung der Verletzlichkeit und Bedürftig-keit anderer ist nicht an besondere Begabungen gebunden, sondern gehört zum Leben eines jeden, ohne das eine Gesellschaft nicht menschlich sein kann.

Damit trägt das Sozialpraktikum bei zum Kennenlernen der ganzen Vielfalt menschlichen Lebens und zur Entfaltung der eigenen Persönlichkeit in sozialer Verantwortlichkeit.

 

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