Schulprogramm 9: Evaluation - ein Fremdwort?

 

 

   
     

Viele Unternehmen und öffentliche Institutionen befragen ihre Kunden, ob sie mit Angebot und Qualität zufrieden sind. Sie evaluieren ihre Leistung, um Rückschlüsse für ihre Arbeit zu ziehen. Durch Qualitätsmanagement konnte so in vielen Bereichen der Wirtschaft und des öffentlichen Lebens die Zufriedenheit der Kunden gesteigert werden.

Auch am Widukind-Gymnasium gibt es seit vielen Jahren Erfahrung mit Evaluation. Einzelne Projekte (z.B. der Epochenunterricht, der Blockunterricht, das Sozialpraktikum, das Methodentraining u.a.) waren in der Vergangenheit Gegenstand von Evaluation. Einzelne Klassenlehrer- und Klassenlehrerinnen lassen ihre Klassen regelmäßig Evaluationsbögen ausfüllen und werten diese hinsichtlich der Gestaltung ihres Unterrichts aus.

Eine systematische Evaluation von Unterrichtsergebnissen findet im Rahmen der Auswertung der Ergebnisse von Parallelarbeiten und Lernstandserhebungen statt. Im Hinblick auf zentrale Prüfungen in den 10. Klassen und das Zentralabitur wird der Prozess der Auswertung und des Vergleichs von Schülerleistungen in der nächsten Zeit noch eine größere Bedeutung gewinnen.

Entwicklung und Umsetzung von Förderkonzepten gehören zu den Schulprogrammschwerpunkten des Widukind-Gymnasiums. Deshalb wurde der Erfolg unseres Konzepts von den beteiligten Kolleginnen und Kollegen mit Hilfe eines Fragebogens erhoben und in Teamsitzungen ausgewertet.

Im Rahmen des Projektes „Schule & Co“, an dem das Widukind-Gymnasium beteiligt ist, wurden in den vergangenen Jahren Evaluationsberater ausgebildet, die Kolleginnen und Kollegen bei der Evaluation von Unterricht oder Unterrichtsprojekten beraten. Sie bieten Hilfe zur Selbsthilfe, ihre Aufgabe besteht nicht darin, Kolleginnen und Kollegen zu beurteilen. Sie haben ausschließlich eine beratende Funktion.

Im Schuljahr 2004/2005 hat sich unsere Schule an einem von der Bertelsmann-Stiftung entwickelten Projekt zur Qualitätsentwicklung von Schulen im regionalen Umfeld Kreis Herford beteiligt. Das im Projekt angewandte INIS-Instrumentarium ist ein standardisiertes Messverfahren für die Selbstevaluation von Schulen. Es ermöglicht eine Einschätzung der erreichten schulindividuellen Entwicklungsstände im Qualitätsvergleich mit anderen Schulen. In einer breit angelegten Befragung wurden Daten ermittelt, die den Schulen im einem umfangreichen Datenpaket in standardisierter Form übermittelt wurden. Sie wurden zunächst von unseren Evaluationsberatern aufbereitet und den schulischen Gremien vorgestellt. Sie bieten nun die Grundlage für unsere weitere schulische Entwicklungsarbeit, die Teil der Schulprogrammarbeit ist.

 

 

 

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