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8.1 Kooperation der Lehrerinnen und Lehrer8.2 Elternarbeit8.3 Die Arbeit der Schülervertretung |
Absprachen und Entwicklung gemeinsamer KonzepteIn Schulen, in denen Lehrerinnen und Lehrer ein gemeinsames Konzept von Bildungs- und Erziehungsarbeit erarbeitet haben, sind regelmäßige Absprachen über die gemeinsame Arbeit, sowie Informationen der Eltern und der Schülerinnen und Schüler notwendig. Eine gute Tradition hat an unserer Schule die gemeinsame Planung von Unterricht und Klassenarbeiten für einzelne Jahrgangsstufen. In den Fachkonferenzen werden von den Fachlehrerinnen und Fachlehrern Konzepte für einen aktuellen und schülerorientierten Unterricht diskutiert und erarbeitet. Pädagogische KonferenzenIn jedem Schuljahr finden pädagogische Konferenzen statt, in denen Bildungsinhalte und Erziehungsziele abgestimmt werden. In diesen Konferenzen werden Konzepte überprüft, Änderungen vereinbart und Absprachen getroffen. Neben den regelmäßig stattfindenden Erprobungsstufen- und Notenkonferenzen am Halbjahresende, in denen der Leistungs- und Entwicklungsstand der einzelnen Schülerinnen und Schüler beraten wird, gibt es eine Reihe weiterer pädagogischer Konferenzen zu einzelnen Themenschwerpunkten:
In mehreren Klassenstufen finden auch Elternabende für alle Eltern des Jahrgangs statt, an denen über Unterrichtsinhalte, Erziehungsziele und Fahrtenprogramme informiert wird. OrganisationsstrukturenAm Widukind-Gymnasium gibt es seit vielen Jahren Organisationsstrukturen, die eine regelmäßige und systematische Zusammenarbeit der Lehrerinnen und Lehrer und der Schulleitung fördern. So tagt in regelmäßigen Abständen die Verwaltungsrunde der Studiendirektoren mit der Schulleitung, um wichtige organisatorische und pädagogische Aufgaben zu koordinieren. Zu der Verwaltungsrunde gehören neben der Schulleiterin und dem Stellvertreter der Stundenplaner, der Verwaltungskoordinator, die Stufenleiter und Stufenleiterinnen für die Unter-, Mittel- und Oberstufe, die Fachbereichskoordinatoren für die Fremdsprachen, Deutsch und Kunst, die Gesellschafts- und die Naturwissenschaften. Die Koordinatoren arbeiten im Rahmen ihrer Aufgaben weitgehend selbständig. Einmal wöchentlich tagt die Oberstufenrunde, zu der neben der Schulleitung die Oberstufenleiterin und jeweils zwei Beratungslehrer oder Beratungslehrerinnen für die Jahrgangsstufen 11 bis 13 gehören. In dieser Runde werden wichtige organisatorische und inhaltliche Fragen der gymnasialen Oberstufe (die Organisation der - Kurse, die Studienfahrten, die Gestaltung der Abiturentlassungsfeier u.a.) besprochen. Aber auch einzelne Schüler und Schülerinnen, ihre Schullaufbahn, ihre Berufsperspektiven und gelegentlich auftretende Probleme sind Gegenstand gemeinsamer Beratungen. Ebenfalls einmal in der Woche tagt die Schulleitung mit dem Lehrerrat, der die Interessen der Lehrerinnen und Lehrer gegenüber der Schulleitung vertritt. Diese regelmäßigen Zusammenkünfte geben den Vertretern des Lehrerkollegiums die Möglichkeit, ihre Anliegen und Probleme zeitnah vorzutragen. Die Schulleitung berät sich auch mit dem Lehrerrat über wichtige Entscheidungen, die die Arbeit des Lehrerkollegiums betreffen. |
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Erziehung und Bildung als Geben und NehmenIn gegenseitigem Respekt vor dem Erziehungsauftrag der Schule und dem Erziehungsauftrag der Eltern und in dem Bewusstsein, dass eine engagierte Schule engagierte Eltern braucht, die mit den Lehrerinnen und Lehrern erzieherisch zusammenwirken, setzen sich die Eltern für die Gestaltung der Schule als Ganzes ein; mit dem Ziel, bestmögliche Voraussetzungen für erfolgreiches Lernen in einem guten Schulklima zu schaffen. Die der Schule anvertrauten Kinder sollen sich dort, wie in den Leitzielen formuliert, zu selbstbewussten und selbständigen Persönlichkeiten entwickeln können, die ihre individuellen Begabungen in sozialer Verantwortung gut entfalten können. Die Eltern verstehen es als ihre Aufgabe, ihre Kinder in den Lern- und Erziehungsprozessen zu unterstützen, indem sie für angemessenes häusliches Lernumfeld, z.B. einen ruhigen Arbeitsplatz, Sorge tragen. Auch nutzen die Eltern die schulischen Beratungsangebote und unterstützen die außerunterrichtlichen Angebote der Schule. 1. Zusammenarbeit in den GremienVoraussetzung für erfolgreiches Lernen ist ein – bestehendes – gutes Schulklima, das auch durch Mitwirkung der Eltern bewahrt und verbessert werden soll. Es ist durch vertrauensvolle und respektvolle Zusammenarbeit zwischen Lehrerinnen und Lehrern, Schülerinnen und Schülern und Eltern geprägt und basiert auf fundierten Informationen sowie Transparenz und Akzeptanz. a) Die Zusammenarbeit mit den Eltern findet im Rahmen der vom Schulgesetz vorgesehenen Gremien – Klassenpflegschaften, Klassenkonferenzen, Fachkonferenzen, Schulpflegschaft, Schulkonferenz – statt. Es ist üblich, dass die Eltern bereits im Vorfeld der Sitzungen informiert und in die Entscheidungsfindung mit einbezogen werden. Sie werden über aktuelle schul-politische Entwicklungen informiert, um die Schule inhaltlich und organisatorisch mitgestalten zu können. In regelmäßigen Abständen wird ein Elternbrief über wichtige Entwicklungen an der Schule herausgegeben. b) Diese positiven Tendenzen sollen verstärkt und instrumentalisiert werden. Mit dem Ziel, für noch mehr Transparenz und Akzeptanz zu sorgen, sollen je nach Bedarf schulische Koordinationsgruppen für einzelne Projekte durch die Schulkonferenz installiert werden. c) Eine erste Gruppe, in der sowohl Eltern als auch Lehrerinnen und Lehrer, Schülerinnen und Schüler vertreten sein könnten, sollte das vorgelegte, komplexe Schulprogramm in Anlehnung an den „Roten Faden“ in eine Kurzfassung transformieren, die die Leitziele und Leitgedanken enthält. d) Im Medienzeitalter müssen auch neue Kommunikationswege (z.B. per E-Mail) beschritten werden. Die Elternvertretung hat das Ziel, die Eltern, die Lehrerinnen und Lehrer, Schülerinnen und Schüler ständig aktuell über ihre Arbeit auf der Homepage des Widukind-Gymnasiums zu informieren. Wünschenswert wäre eine Aufstellung der jeweiligen Ansprechpartner (z.B. Koordinatoren) der Schule. Es finden bereits jetzt zwischen den Vorsitzenden der Schulpflegschaft und der Schulleitung regelmäßige, konstruktive und gute Informationsgespräche statt. Die Elternkommunikation soll verbessert werden: U. a. sollen die Vertreter der Fachschaftskonferenzen an die Schulpflegschaft kurz berichten. Über die in regelmäßigen Abständen stattfindenden Informations- und Diskussionsveranstaltungen – wie z. B. die Veranstaltung „Gefahren im Internet“ mit vorangestelltem Workshop im April 2005 – sollen Informationen ins Internet gestellt werden. e) Ein Eltern-Arbeitskreis wertet im Augenblick den INIS-Bericht 2004 – Ergebnisse der Umfrage der Bertelsmann-Stiftung zu „Qualitätsentwicklung im regionalen Umfeld“ des Kreises Herford – aus und wird einen Katalog erarbeiten, der Gegenstand einer Projektgruppe werden könnte. Ein Aspekt ist bereits jetzt sichtbar: Der Wunsch der Schülerinnen und Schüler, dass ihre Leistungen mehr gewürdigt werden sollten. Daraus könnte ein Festakt „Widu-Fest“ o.Ä. abgeleitet werden, an dem unter Beteiligung der gesamten Schule / Schulöffentlichkeit alle bemerkenswerten Leistungen – von Wettbewerbsleistungen und -beiträgen bis Gartenbauerfolgen – gewürdigt werden. 2. Mitgestaltung des Schulalltages durch die ElternDie Eltern wollen die Schule als Ganzes fördern; und werden weiterhin zusätzlich zu den – in Enger erheblichen – öffentlichen Ausgaben (Anbau!) Arbeitskraft und Geld oder geldwerte Leistungen investieren. a) Auf Klassenebene werden von den Klassenpflegschaftsvorsitzenden und engagierten Eltern Klassenfeste, Weihnachtsfeiern, Wanderungen, sportliche Aktivitäten u.Ä. organisiert, um den Zusammenhalt der Klasse zu fördern. Des weiteren finden neben den Elternabenden regelmäßig Stammtische statt, zu denen auch die Klassenlehrerin bzw. der Klassenlehrer und Fachlehrerinnen und Fachlehrer eingeladen werden können. b) Bei der Gestaltung des Außengeländes vor dem neuen Unterstufen-Anbau konnte mit finanzieller Unterstützung des Fördervereins und durch tatkräftige Unterstützung der Eltern das schulische Gestaltungskonzept realisiert werden; ein Kletterberg mit Baumstämmen und Brücke sowie ein Beach-Volleyball-Feld wurden errichtet. c) Ein weiteres Beispiel der Elternarbeit ist die Mediothek, das „Selbstlernzentrum“, die ohne die engagierte und dankenswerte Mitarbeit der Eltern so nicht existieren würde. Z. Zt. sind es sechs Eltern, die in regelmäßigen Wochenstunden katalogisieren, Aufsicht führen und beraten und so die Arbeit der Lehrerinnen und Lehrer unterstützen. d) Der Förderverein, gegründet und geführt von engagierten Eltern, gibt einmal jährlich die „Jahresschrift“ heraus, die einen Überblick über Höhepunkte des vergangenen Schuljahres gibt. Darüber hinaus unterstützt der Förderverein kulturelle Projekte und engagiert sich für die Verbesserung des schulischen Umfeldes (s.o.). e) Das Fahrtenprogramm des Widukind-Gymnasiums wurde unter Mitwirkung der Eltern konzipiert. Die angestrebten pädagogischen Werte sind nach Auffassung der Eltern mit jeder Fahrt, insbes. den Unterstufenfahrten nach Rödinghausen, erreicht, so dass summa summarum festgestellt werden kann, dass das soziale Verhalten der Schülerinnen und Schüler positiv bestärkt wurde und gute pädagogische Rahmenbedingungen bestehen. Die Eltern haben immer wieder ihre Bereitschaft erklärt, bei der Umsetzung Hilfestellung zu geben. Das Programm soll nach Vorliegen des neuen Schulgesetzes aktualisiert und konsensfähig fortgeschrieben werden, so dass für die Eltern ein verlässliches Programm vorgelegt werden kann. f) Die von den Eltern außerordentlich begrüßte Projektarbeit: Deutsch (Zeitungsprojekt), Projekttage zur Drogenprävention, Geschichtsprojekte, Biologie, Mathematikwettbewerbe etc. soll bestärkt und unterstützt werden. g) Das in 2-jährigem-Rhythmus stattfindende Herbstfest zeigt ebenfalls die Bereitschaft der Eltern, sich engagiert für das gute Schul- und Kulturklima einzusetzen. In beispielhafter Art und Weise wird von den Eltern der 7. und 8. Klassen ein Ambiente geschaffen, in dem sich Eltern, Lehrerinnen und Lehrer, Oberstufenschüler und Ehemalige kommunikativ näher kommen und sich mehr als wohl fühlen. h) Wünschenswert wäre ein Projekt der Fachschaften und Geschichte, „Widukind im Widukind-Gymnasium“ o. Ä., das sich damit befasst, den Schülerinnen und Schülern im Zusammenhang mit einer künstlerischen Ausgestaltung und einer historischen Reflexion der Gestalt Widukinds die Gelegenheit zu geben, den Namensgeber ihrer Schule zu- und einordnen zu können und eine Verbindung zwischen Schule und Stadt Enger mit ihrem Widukind-Museum (Wiedereröffnung 2006) zu schaffen. Wünschenswert wäre weiterhin eine Rechtskunde-Arbeitsgemeinschaft im Sinne der Konkretisierung der Leitziele. AusblickIn Zusammenarbeit mit den Lehrerrinnen und Lehrern sind die Eltern zunehmend in der Lage, den Leistungsstand und die Entwicklungsmöglichkeiten ihrer Kinder realistisch zu beurteilen (Lernstandserhebungen), um mit ihnen die Schullaufbahn aktiv zum Vorteil des Kindes (Lern- und Förderempfehlungen, Schullaufbahnberatung, Berufsberatung etc.) gestalten zu können.
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Interessenvertretung und aktive Teilnahme am demokratischen Leben der SchuleDie SV vertritt die Interessen der Schülerinnen und Schüler. Sie ist in der Schulkonferenz – zusammen mit Elternvertretern und Vertretern der Lehrerinnen und Lehrer – an schulischen Entscheidungen beteiligt, wählt Vertreter der Schülerschaft, die in den Fachkonferenzen mitdiskutieren und die Sicht der Schülerinnen und Schüler verdeutlichen, sie leitet Wünsche und von Schülerinnen und Schülern wahrgenommene Probleme weiter und nimmt so aktiv am demokratischen Leben in der Schule teil. Schülerrat und Schülersprecher-TeamDer Schülerrat, dem alle Klassen- und Jahrgangsstufensprecherinnen und -sprecher angehören, wählt am Widukind-Gymnasium jedes Jahr ein Schülersprecher-Team, das regelmäßig Sitzungen einberuft, um mit den Vertretern der einzelnen Klassen aktuelle Probleme oder Vorhaben zu besprechen. Unterstützt werden der Rat und die Sprecherinnen und Sprecher dabei zur Zeit von einer Verbindungslehrerin und einem Verbindungslehrer, die der SV beratend zur Seite stehen. Die Schülervertretung hat in der Regel ein Mal wöchentlich einen Gesprächstermin mit der Schulleitung. An diesen Gesprächen nehmen auch die SV-Lehrerin und der SV-Lehrer teil. Die Schülervertreter bitten um Unterstützung für Projekte, die sie durchführen möchten (z. B. Sportturniere oder ein Schulfest für die ganze Schule) und informieren sich regelmäßig über Themen, die auch Gegenstand der Abstimmung in der Schulkonferenz sind. Sie informieren sich aber auch über Rechtsfragen, um Schülerinnen und Schüler, die sich z.B. über einen Test beschweren, sachgemäß beraten zu können, und bitten um Vermittlung bei Differenzen mit einzelnen Lehrerinnen und Lehrern. Aktionen und ProjekteEntsprechend den in der Schulkonferenz gemeinsam beschlossenen Leitzielen wollen die Schülerinnen und Schüler, die sich an der SV-Arbeit beteiligen, mit ihren Aktivitäten und den von ihnen organisierten Aktionen und Projekten dazu beizutragen, Toleranz und ein rücksichtsvolles Umgehen miteinander zu fördern und die Schulgemeinschaft zu stärken: Die SV organisiert z.B. jedes Jahr ein Fußballturnier für die fünften Klassen. Ein weiteres Aktionsfeld in dieser Hinsicht sind Karnevalsfeiern für die gesamte Erprobungsstufe oder Sponsorenläufe, deren Ertrag einem guten Zweck dienen soll. Auch Hilfsaktionen zum Beispiel für Unicef oder andere vergleichbare Organisationen sollen solchen Zwecken dienen und zeigen das soziales Engagement der Schülerschaft. Schulintern gab es die Aktion „Erste-Hilfe-Schein", um in einer Notfallsituation schnell reagieren zu können und evtl. lebensrettende Sofortmaßnahmen zu leisten. Um ein reibungsloses Zusammenleben der Schülerinnen und Schüler zu gewährleisten, entstand zusammen mit Lehrerinnen und Lehrern das so genannte „Anti-Mobbing-Projekt". Seit dem vergangenen Schuljahr existiert – nach dreijähriger Pause – wieder eine SV-Arbeitsgruppe, die den vorliegenden Abschnitt mit der Schulleitung erarbeitet hat. Sie wird über die Weiterentwicklung des Schulprogramms beraten und Vorschläge entwickeln.
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