Schulprogramm 5.2.: Die Mittelstufe

 

Mittelstufe 2006

 

In den Jahrgangsstufen 8 bis 10 werden – gegenüber einem eher auf unmittelbare Anschauung und Konkret-Gegenständliches ausgerichteten Wissenserwerb in den Klassen 5 und 6 – im Fachunterricht komplexere Sachzusammenhänge und Fragestellungen, Gesetzmäßigkeiten und allgemeine Prinzipien sowie selbständigeres Arbeiten zunehmend wichtig.

Zugleich prägen sich individuelle Interessen, Neigungen und Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler deutlicher aus. Der Unterricht kann ihnen dabei Hilfestellungen zur Entwicklung ihrer Persönlichkeit geben.

Gerade in diesen Jahrgängen, in denen die Jugendlichen sich oft im Widerspruch zur Welt der Erwachsenen befinden, ist die pädagogische Herausforderung für die Schule groß.

Das Widukind-Gymnasium sieht daher in der Mittelstufe einen Schwerpunkt seiner Erziehungsarbeit. Die Lehrerinnen und Lehrer der Mittelstufe haben sich Gedanken gemacht, wie sie die typischen Probleme dieser Altersstufe stärker berücksichtigen und den Entwicklungsprozess der Schülerinnen und Schüler altersangemessen begleiten können.

Neben dem Fachunterricht gibt es daher spezielle Programme, die darauf abzielen, die Jugendlichen in ihrer Entwicklung zu stärken.

Beispiele:

• Unterrichtseinheit zur Drogenprophylaxe in der Jahrgangsstufe 8
• Sexualerziehung (Biologie, Religion)
Auslandsfahrten in der Jahrgangsstufe 9 (England, Frankreich, Euregio)
• Anti-Mobbing-Programm der Schülervertretung (auch in Zusammenarbeit mit der schulischen psychosozialen Beratung)
• Außerdem: Jahrgangs- und Klassenteams arbeiten zur Sicherung der Kontinuität beim Übergang von der Erprobungsstufe zur Mittelstufe eng zusammen

Wichtige Elemente der fachlichen Arbeit in den Jahrgangsstufen 8 bis 10

  • Im jeweiligen Fachunterricht werden die Schülerinnen und Schüler behutsam, aber deutlich an das wissenschaftspropädeutische Arbeiten auf der Oberstufe herangeführt. Die Fachkonferenzen haben dazu Fragen der Lernprogression und des Kompetenzerwerbs diskutiert und auf der Basis der Kernlehrpläne und der Erfahrungen mit den Lernstandserhebungen in den Klassen 9 ihre schulinternen Lehrpläne (nicht nur für die Kernfächer) weiterentwickelt.
  • In der Jahrgangsstufe 9 (ab 2006 schon in der Jahrgangsstufe 8) finden die Lernstandserhebungen in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik statt. Sie sollen den Schülerinnen und Schülern und ihren Eltern Hinweise über Stärken und Schwächen geben und den erreichten Leistungsstand auf dem Wege zu den zentralen Abschlussprüfungen am Ende der Jahrgangsstufe 10 (ab Sommer 2006) dokumentieren.
  • Die Methodenkompetenzen der Schülerinnen und Schüler sollen im Fachunterricht systematischer gefördert und in der Jahrgangsstufe 8 durch Fortführung des Methodentrainings aus 5 bis 7 gestärkt werden.
  • Das Kursangebot im Wahlpflichtbereich II der Jahrgangsstufen 9 und 10 („Differenzierung“) enthält Naturwissenschaften, Gesellschaftswissenschaften, Informatik, Latein als dritte Fremdsprache und demnächst auch wieder Französisch als dritte Fremdsprache. Ein Schwerpunkt dieser Angebote ist auch die Stärkung der Medienkompetenz der Schülerinnen und Schüler und die Vorbereitung auf das Kurssystem der gymnasialen Oberstufe.
  • In der Jahrgangsstufe 10 findet ein zweiwöchiges Betriebspraktikum statt. Der Bericht über das Betriebspraktikum, den alle Schülerinnen und Schüler schreiben müssen, ist eine Vorbereitung auf die späteren Facharbeiten in der Jahrgangsstufe 12.
 
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