Schulprogramm 4.1.2: Lernkonzepte - Soziales Lernen

Teamwork

   
Kinder lernen nicht nur, was man ihnen sagt, sondern in besonderem Maße das. was sie erleben und was sie sich durch eigene Erfahrung selbst aneignen. Das heißt: Ein Kind, das selbst Respekt und Achtung erfahren hat, wird auch andere respektieren und deren Bedürfnisse achten.

In diesem Sinne findet soziales Lernen an jedem Tag in jeder Schulstunde und natürlich auch in der Familie und im Kreis Gleichaltriger statt.

Die Lehrerinnen und Lehrer des Widukind-Gymnasiums, insbesondere die Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer, bemühen sich darum, ein gutes Klassenklima zu schaffen und eine Arbeitsatmosphäre, die Kindern hilft, sich wohl zu fühlen und positive Beziehungen zueinander aufzubauen.

In einem guten Lernklima fällt es Schülerinnen und Schülern leichter, mündlich gut mitzuarbeiten, das Selbstwertgefühl wird gestärkt und eventuell bestehende Ängste werden abgebaut.

Neben dieser täglichen Arbeit tragen eine professionelle Beratung und von dem Beratungsteam erarbeitete Unterrichtsbausteine zur Förderung des sozialen Lernens bei.

Beratung am Widukind-Gymnasium

Da an anderer Stelle im Schulprogramm die Arbeit des Beratungsteams ausführlicher dargestellt wird, sei hier lediglich erwähnt, dass die langjährige Beratungstätigkeit durch ausgebildete Beratungslehrerinnen viel dazu beigetragen hat, dass die pädagogischen und sozialen Aspekte zunehmend in den Blick der Lehrerinnen und Lehrer gekommen sind. Die Beratung deckt die Bereiche Schullaufbahn- und Weiterbildungsberatung, vorbeugende und fördernde Maßnahmen und Einzelfallhilfe ab (siehe auch Abschnitt 6.2).

Unterrichtsbausteine zum sozialen Lernen

Gleich zu Beginn der Jahrgangsstufe 5, während der projektorientierten Einführungsphase, führen wir die Unterrichtseinheit ,Wir lernen uns kennen und wir teilen uns Wichtiges aus unserem Leben mit' durch. Die Schülerinnen und Schüler finden hier untereinander Gemeinsamkeiten heraus, erkennen aber auch Besonderheiten, Unterschiede und Gegensätze. Dieses Erkennen kann einen ersten Grundstein legen zu Toleranz und Akzeptanz, zu Freundschaft und gegenseitigem Verstehen und Vertrauen.

Weitere Unterrichtsbausteine führen wir in der Jahrgangsstufe 5 in den Klassenleiterstunden und während der Klassengemeinschaftswoche in Rödinghausen durch, später unter anderem während der Klassenfahrt nach Wangerooge in der 7. Jahrgangsstufe und während der Suchtpräventionstage in der 8. Jahrgangsstufe.

Themen der Klassenleiterstunden sind z.B. ,Wir vereinbaren Regeln der Gemeinschaft und Konsequenzen bei Übertretung' oder ,Wir lernen Wege, um unsere Konflikte selbständig zu lösen'. Während der Klassengemeinschaftswoche geht es ebenfalls um Konfliktlösungs- und Selbstregulierungsmöglichkeiten, es werden Rollenspiele zur Einübung von prosozialem Gesprächsverhalten in Konfliktsituationen durchgeführt, ebenso zu Perspektivenwechsel und Empathie.

Auf Wangerooge bilden ‚Freundschaft', ‚Clique', ,Selbstwertgefühl', ‚Umgang mit Gefühlen' und ‚Außenseiter' die Inhalte, während der Suchtpräventionstage stehen Spiele und Übungen zur Ich-Stärkung im Zentrum.

Diese Unterrichtseinheiten haben das Ziel, das Selbstvertrauen, die Eigenverantwortung, die Kreativität und die Hilfsbereitschaft der Schülerinnen und Schüler zu stärken.

Zum Bereich des sozialen Lernens gehören in der Oberstufe insbesondere das Sozialpraktikum und die Begegnungstage in der Jahrgangsstufe 11, die vom Fach Religionslehre getragen werden (siehe Abschnitt 3.5).

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