Schulprogramm 3.5.: Fachliche Bildung - Religionslehre am WGE

 

 

   

Das Fach Religion gehört zu den Pflichtfächern des Gymnasiums. Es wird in den Klassen 5-13 unterrichtet und in der Regel als katholischer und evangelischer Religionsunterricht erteilt. Beide Fächer sind dem Geist der Ökumene verpflichtet.

Am Widukind-Gymnasium gibt es nur wenig Schülerinnen und Schüler mit katholischer Konfession. Sie werden – sofern ein Lehrer oder eine Lehrerin für katholische Religion zur Verfügung steht – in klassen- und jahrgangsstufenübergreifenden Kursen unterrichtet. Sie können aber auch am evangelischen Religionsunterricht teilnehmen.

Im Zentrum des Religionsunterrichts beider Konfessionen stehen die Vermittlung der Grundzüge des christlichen Glauben sowie der Dialog zwischen Schülerinnen und Schülern und der christlichen Überlieferung. Der Religionsunterricht soll den Schülerinnen und Schülern deutlich machen, dass der christliche Glaube einen Beitrag zur Gestaltung des Lebens in einer demokratisch verfassten Gesellschaft leistet.

Da es gegenwärtig keine Lehrkraft für katholischen Religionsunterricht am Widukind- Gymnasium gibt, wird zum aktuellen Zeitpunkt auf die Darstellung des Fachskatholische Religion verzichtet. Dies wird nachgeholt, sobald unserer Schule eine
neue Lehrkraft zur Verfügung steht.
 

Evangelische Religionslehre

Im evangelischen Religionsunterricht werden vielfältige Themen behandelt, die sich mit den Grundzügen des evangelischen Glaubens und bedeutsamen menschlichen Fragen und Erfahrungen der Lebensgestaltung auseinandersetzen und damit auch die Lebenswirklichkeit der Schülerinnen und Schüler heute betreffen.

In der Sekundarstufe I geht es dabei zum Beispiel um die Auseinandersetzung mit Sehnsucht und Sucht, Liebe und Partnerschaft, Gerechtigkeit in der Welt und Erfahrungen mit Leid und Tod.

Zum anderen werden wichtige christliche Werte und Glaubensinhalte zum Thema des Unterrichts gemacht, die unsere Gesellschaft bis heute prägen, wie z.B. die Zeit und das Leben Jesu, die lutherische Rechtfertigungslehre, Nächstenliebe und die Kirche in der heutigen Welt.

Christliche Wertvorstellungen und Traditionen werden in der modernen Welt durch andere Religionen und konkurrierende Weltanschauungen kritisch in Frage gestellt und ergänzt. Deshalb setzt sich auch der schulische Religionsunterricht mit den anderen großen Weltreligionen, d.h. dem Judentum, dem Islam, dem Buddhismus und dem Hinduismus auseinander. Daraus lassen sich Fragen der Integration, des interreligiösen Dialogs und des Zusammenlebens der Religionen mit allen sozialen und politischen Chancen, Grenzen und Konflikten ableiten.

In der Sekundarstufe II werden zentrale Themen der Theologie und der Ethik vertieft und auf wissenschaftspropädeutischem Niveau unterrichtet. Dabei geht es auch um eine Auseinandersetzung mit den Grundpfeilern der christlichen Religion (Gottesfrage, Jesu Leben und Wirkungsgeschichte, Kirche in der modernen Welt, Werte- und Gewissensbildung und das Spannungsverhältnis zwischen Glaube und Naturwissenschaft).

Neben der wissenschaftlichen Beschäftigung mit zentralen theologischen Fragestellungen bietet der evangelische Religionsunterricht den Religionskursen viele Möglichkeiten der Reflexion der eigenen Lebenswirklichkeit und der eigenen Wertvorstellungen. Damit dient der Religionsunterricht der individuellen und der gesellschaftlichen Bewusstseins- und Wertebildung.

Wegen der großen Bedeutung einer konkreten Werteerziehung in unserer Zeit setzt das Fach Religionslehre am Widukind-Gymnasium besondere Akzente im Bereich des sozialen Lernens:

  •  In den achten Klassen hat der Religionsunterricht die Federführung im Bereich der Suchtpräventionsarbeit. Schülerinnen und Schüler sollen lernen, verantwortungsvoll mit ihrem eigenen Körper und ihrem eigenen Leben umzugehen.
  • Die Kolleginnen und Kollegen, die das Fach unterrichten, haben die Einführung eines Sozialpraktikums in der Jahrgangsstufe 11 angeregt. Sie planen und organisieren die Durchführung der Praktika und die Betreuung der Schülerinnen und Schüler. Sie begleiten auch die sich anschließenden Begegnungstage der 11. Jahrgangsstufe. Diese tragen auch dazu bei, dass die neu zusammengesetzte Jahrgangsstufe sich besser kennen lernt und eine Gemeinschaft bildet.
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