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Dieses Kapitel 3.4. enthält die drei großen Schwerpunkte
Neues Konzept mathematischer Bildung, neues naturwissenschaftliches Lernen
und Umweltbildung
mit folgenden Unterthemen:
Seit der im Jahre 1998 veröffentlichten TIMSS-Studie, die festgestellt hat, dass im Mathematikunterricht zu viel schematisch gerechnet worden ist und die deutschen Schülerinnen und Schüler nur wenig an die Lösung problemorientierter Aufgaben herangeführt worden sind, hat die Fachkonferenz Mathematik des Widukind- Gymnasiums eine engagierte Diskussion um eine sinnvolle Veränderung des Mathematikunterrichts geführt und neue Konzepte mathematischer Bildung erprobt. Deutlicher in den Blick gerückt ist Mathematik als Anwendung und als eine kreative und intellektuelle Auseinandersetzung mit mathematischen Fragestellungen. Die mathematische Grundbildung in den Klassen 5 – 10 zielt dabei insbesondere auf die Herausbildung von Kompetenzen problemlösenden Arbeitens. Der im Jahre 2004 für die Sekundarstufe I festgesetzte Kernlehrplan Mathematik ist von der Fachkonferenz umgesetzt; die dort formulierten Kompetenzerwartungen für die Jahrgangsstufen sind Eckpfeiler des schulinternen Lehrplans. Neben inhaltsbezogene Kompetenzen, wie sie in den Bereichen der Algebra, der Geometrie oder auch der Stochastik auszubilden sind, treten damit deutlicher als bisher auch prozessbetonte Kompetenzen wie das Argumentieren und Kommunizieren, das Problemlösen, das Erstellen und Nutzen von Modellen und die Verwendung von Medien und Werkzeugen. Für mathematisch interessierte Schülerinnen und Schüler bietet unsere Schule seit einigen Jahren Mathematik-AGs an. Die Teilnahme an den Mathematikwettbewerben ist zu einem festen Bestandteil mathematischer Bildung geworden. Seit dem Jahre 2003 nimmt das Widukind-Gymnasium am Modellversuch SINUS-Transfer teil, in dem Lehrerinnen und Lehrer für die Grundkurse der Oberstufe ein zeitgemäßes Konzept entwickeln. Ziele sind dabei, neue interessante Zugänge zur Mathematik anzubieten, die Selbständigkeit der Lernenden zu fördern, die Methodenvielfalt zu verankern und auf der Basis kontextbezogener Unterrichtsmaterialien zeitgemäße Klausuraufgaben zu entwickeln. |
Die folgende Übersicht verdeutlicht Schwerpunkte der neuen Konzeption
des Mathematikunterrichts
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Neuere Konzepte mathematischer Bildung
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Methodenkompetenz:
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Arbeitsgemeinschaften zur Begabtenförderung
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Themen- und fächerverbindende Unterrichtsprojekte
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Neuere Konzepte mathematischer Bildung
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Medienkompetenz:
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Neuere Konzepte mathematischer Bildung
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SELGO (Selbstständiges Lernen mit digitalen Medien in der gymnasialen Oberstufe): Nutzung von Unterrichtseinheiten auf einer Internet Plattform
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SINUS-Transfer-Projekt (Steigerung der Effizienz des mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterrichts): Entwicklung eines zeitgemäßen Grundkurskonzepts
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Junge Forscherinnen bei der Fischpräparation |
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Die Pisastudien
2000 und 2003 haben erhebliche Defizite der deutschen Schülerinnen und Schüler
in den Naturwissenschaften aufgezeigt, in vielen Ingenieursberufen herrscht
bereits Nachwuchsmangel, die Universitäten beklagen rückläufige Studentenzahlen
in diesen Fächern. Es scheint Einigkeit darüber zu herrschen, dass die Qualität
der mathematisch-naturwissenschaftlichen Schulbildung ein wichtiger Indikator
für die Leistungsfähigkeit einer Wirtschaft und damit auch für ihre
Wettbewerbsfähigkeit ist. Darüber hinaus fördert dieser Bildungszweig aber auch
das Verständnis unserer natürlichen und technischen Umwelt, macht Chancen und
Risiken bewusst und zeigt Möglichkeiten und Grenzen naturwissenschaftlichen
Denkens auf.
Was tun wir am Widukind-Gymnasium?
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Es muss ein Ziel unserer Bemühungen sein, unsere
Schülerinnen und Schüler wieder zu begeistern, sich mit
naturwissenschaftlichen Inhalten und Fragen auseinander zu setzen.
Unabdingbare Voraussetzung sind gut ausgestattete Fachräume, in denen Schülerexperimente gemacht werden können. Unsere neuen, modernen Fachräume für Bio/Physik in der Jgst. 5/6 und der Biochemie- Raum für die Oberstufe werden diesen Anforderungen gerecht. Die Ausstattung aller naturwissenschaftlichen Räume mit einem oder mehreren PCs und deren Vernetzung, ermöglichen Internetrecherche im projektorientierten Unterricht, computergestützte Präsentationen, Einsatz von Computersimulationen und steigern damit die Intensität und die Breite der Erschließung von Fachinhalten.
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Förderschwerpunkte NaturwissenschaftenWir bemühen uns, Interesse an Naturwissenschaften zu wecken und zu fördern und bieten für naturwissenschaftlich Interessierte und Begabte ein umfangreiches Förderprogramm an, das zusätzlich zum Fachunterricht weitere Möglichkeiten für eigenständiges, entdeckendes Lernen beinhaltet. Ein wichtiger Schwerpunkt sind dabei die Wettbewerbe und Arbeitsgemeinschaften:
Zusammenarbeit mit der Universität Bielefeld:Oberstufenschülerinnen und -schüler der Kurse Chemie haben regelmäßig die Möglichkeit, Schnupperpraktika in Laboreinrichtungen des Chemischen Instituts der Universität Bielefeld durchzuführen.
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Im Kursunterricht der Jahrgangsstufen 9 und 10 wird seit langem ein Jahr mit chemischem und ein Jahr mit physikalischem Schwerpunkt unterrichtet. Die Auswahl der einzelnen Inhalte orientiert sich nicht an der Fachsystematik der einzelnen Fächer, sondern vielmehr
Unsere Absicht ist, dass unsere Schülerinnen und Schüler grundlegende naturwissenschaftliche Methoden kennen und anwenden lernen. Wenn eben möglich, stehen deshalb Schülerexperimente im Mittelpunkt der Problemerschließung mit einem hohen Maß an selbständigem Arbeiten in Kleingruppen. Erprobte Themen sind Chemie des Alltags (Seifen, Waschmittel, Reinigungsmittel, Körperpflegemittel, Chemie der Grundnahrungsmittel (Fette, Kohlenhydrate, Eiweiße) und die physikalischen Themen Astronomie und Elektrotechnik des Alltags. |
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| Ein fundierter naturwissenschaftlicher Unterricht leistet
einen wichtigen Beitrag zur Allgemeinbildung und allgemeinen
Studierfähigkeit.
Am Widukind-Gymnasium hat sich in der Oberstufe ein Schwerpunkt mit
regelmäßigen Leistungskursen in Biologie und Chemie und Grundkursen in allen
Naturwissenschaften gebildet. Zahlreiche Schülerinnen und Schüler dieser
Kurse nehmen nach dem Abitur naturwissenschaftliche Studiengänge auf. |
Biologie - Lernen im Kontext: Projekte, Exkursionen und fächerübergreifendes Arbeiten |
Die folgende Übersicht zeigt typische Lernwege des Faches Biologie:
Klassen |
Inhalte |
Lernen im Kontext (Projekte, Exkursionen, Fächerübergreifendes) |
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► Kennzeichen des Lebendigen ► Menschenkunde ► Haustiere |
Fächerübergreifend: Mensch und Tier Projekt: Bauernhof Exkursion: Heimatraum |
6 |
► Kompost ► Frühblüher ► Sexualkunde ► Vogelzug |
P: Schulgarten: Naturdetektive; Frühblüher-Klima E: Enger Bruch Dokumentation Vogelzug im Internet P: Eulenprojekt FÜ: Herbstlyrik (Laubfall, Früchte, Samen) |
7 |
►Übergang Wasser / Land (Vorbereitung Evolution in 9 bzw. 13, s.u.) ►Fische |
FÜ: Aralsee (Klima, Umweltkatastrophe)
P: Wangerooge (Nordseeökologie, Wattenmeer) |
8 |
►das ökologische Jahr
►Artenkenntnis |
P: Schulteich (Daten erfassen u. auswerten)
P: Herbarium (Hecke, Schulteich) |
9 |
►Menschenkunde
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P: Zusammenarbeit mit dem DRK
(Blutspende, Aids) |
11 |
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Schwerpunkt-Projekt Niere (Osmose)
P: Energie (sportphysiologische Betrachtung) |
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Mikrobiolog. und gentechnisches Praktikum (Einbindung noch nicht geklärt) P: Ökosystem-Untersuchung E: (Bolldamm-Bach, Dümmer, Hücker Moor etc.)
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►Regulation und Steuerung / Verhalten (Nerven- u. Sinnesphysiologie)
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P: Drogen und Gifte/Neurotoxine
P: Fossilien (E: Steinbruch Herford oder Jöllenbeck)
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Blick auf unseren Schulteich und die Metasequoia |
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Erklärtes Ziel der Agenda 21, im Jahre
1992 in Rio de Janeiro von 180 Staaten unterzeichnet, ist eine nachhaltige,
zukunftsbeständige, ökologische, soziale und ökonomische Entwicklung zum
Schutz der Lebensgrundlagen auch für die kommenden Generationen.
Umwelterziehung im Sinne der Agenda 21 begreifen wir als eine fächerübergreifende Aufgabe, die von mehreren Fächern, z.B. Biologie, Erdkunde, Chemie, Religion, Deutsch, Politik und Sozialwissenschaften wahrgenommen wird. Daher werden im Rahmen der Weiterentwicklung der Fachcurricula auf einander abgestimmte Unterrichtsbausteine erarbeitet. Am WGE hat eine aktive, naturnahe Gestaltung des Schulumfeldes durch Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrerinnen und Lehrer eine mehr als dreißigjährige Tradition. Sie sorgt für ein besonderes Lernklima an unserer Schule. Das naturnahe Schulumfeld wird intensiv für unterrichtliche und außerunterrichtliche Zwecke genutzt, u.a. für
Erhalt und Pflege des Schulumfeldes sind nicht nur Aufgaben der Stadt Enger, sondern erfordern auch den verantwortungsvollen Umgang und die Mitwirkung der Schülerinnen und Schüler unserer Schule. Schon seit über 20 Jahren gibt es am WGE eine sehr gut funktionierenden Schulgarten-AG mit 50 bis 60 Teilnehmern. Eine solche AG hat gerade in einem Gymnasium eine besondere Bedeutung, werden hier doch manuelle Fertigkeiten geschult und wichtige Erfahrungen auf dem Gebiet des Nahrungsmittelanbaus, der Gesundheit und der sozialen Kompetenz gemacht. Agenda-21-Projekte wie Mülltrennung, CO2- und Energieverbrauchsreduzierung, die Anlage von neuen Biotopen, die Zusammenarbeit mit Umweltämtern und Umweltzentren werden weiterhin gefördert, ebenso wie Projekte im Ausland (Burkina Faso, Schweden).
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