Schulprogramm 3.3: Fachliche Bildung - Der gesellschaftswissenschaftliche Bereich

Demokratischer Entscheidungsprozess

   

Dieses Kapitel 3.3. enthält die drei großen Schwerpunkte

Konzepte politischer Bildung, die Rolle der beteiligten Fächer und Projekte im Geschichtsunterricht
mit folgenden Unterthemen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schulprogramm 3.3.1: Fachliche Bildung - Konzepte politischer Bildung

Politische Bildung in einer demokratischen Schulstruktur

Politische Bildung in einer demokratischen Schulkultur Politische Bildung stellt ein wesentliches Element unserer demokratischen Kultur dar, sie ist als Erziehungsaufgabe in Artikel 11 unserer Landesverfassung festgelegt.

An unserer Schule ist politisch bildender Unterricht eingebettet in eine demokratische Schulkultur, die diesen Auftrag als Aufgabe der ganzen Schule betrachtet. Wir bemühen uns, unsere Schülerinnen und Schüler – in einer Atmosphäre der Anerkennung und Wertschätzung aller und eines konstruktiven Umgangs mit Vielfalt und Konflikten – auf das Leben in der Demokratie und der pluralen Gesellschaft vorzubereiten und sie, unseren Leitzielen entsprechend, zu aktiver Teilnahme am demokratischen Leben zu befähigen.

 



Fächer des gesellschaftswissenschaftlichen Bereichs und ihr Beitrag zur politischen Bildung

Fächer des gesellschaftswissenschaftlichen Bereichs und ihr Beitrag zur politischen Bildung Die Vermittlung politischer Bildung ist insbesondere eine wesentliche Aufgabe des Fachunterrichts der Fächer des gesellschaftswissenschaftlichen Bereichs.
Dazu zählen

  • Geschichte, Politik und Erdkunde in der Sekundarstufe I
  • der Differenzierungskurs Gesellschaftswissenschaften
  • Geschichte, Sozialwissenschaften (als Fortführung des Faches Politik), Erdkunde und als neue Fächer Erziehungswissenschaften und Philosophie in der Oberstufe.

Diese Fächer leisten ihren jeweiligen fachspezifischen, in den Fragestellungen und Schwerpunktsetzungen zugleich fächerübergreifend (in Fachbereichskonferenzen) abgestimmten Beitrag zur politischen Bildung unserer Schülerinnen und Schüler.

 

 

 

 

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Schulprogramm 3.3.1: Konzepte - der Politikunterricht

 

   

 

 

 

Der Politik-Unterricht zielt in den jeweiligen Jahrgangsstufen der Sekundarstufe I auf einen altersangemessenen Kompetenzerwerb, Schülerinnen und Schüler sollen nach und nach lernen, soziale und ökonomische Zusammenhänge zu verstehen und einzuschätzen und selbständig politische Ereignisse, Strukturen und Probleme zu beurteilen, und so politische Urteils- und Handlungskompetenzen entwickeln.

In Problemfeldern wie Sicherung und Weiterentwicklung der Demokratie, Wirtschaft und Arbeit, ökologische Herausforderungen für Politik und Wirtschaft oder Wandel der modernen Gesellschaft oder Sicherung des Friedens können die Schülerinnen und Schüler ihnen zugängliche und gesellschaftlich bedeutsame Inhalte erschließen (in Klasse 6 zum Beispiel zu Themen wie „Kinder in der Dritten Welt“ oder „Wie bekommen wir eine Skateboard-Anlage? Der Stadtrat entscheidet“).

 

 

 

 

 

 

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Schulprogramm 3.3.1: Konzepte - der Erdkundeunterricht

 

   
   

 

Im Erdkunde-Unterricht steht die Entwicklung von altersgemäßen raumbezogenen Kompetenzen wie der Fähigkeiten zur Raumorientierung und Raumwahrnehmung im Zentrum.

Der Unterricht vermittelt – in einem vertikal gestuften Bildungsgang – Kenntnisse über die Länder Europas, über fremde Völker und Lebensräume, Möglichkeiten der Raumplanung, ungleiche Wirtschaftsstrukturen und Entwicklungsmöglichkeiten sowie weltweite Abhängigkeiten. Er thematisiert Probleme der Verfügbarkeit natürlicher Ressourcen und verdeutlicht dabei die Bedeutung umwelt-, entwicklungs- und friedenspolitischen Handelns; damit leistet er einen wichtigen Beitrag zur politischen Bildung unserer Schülerinnen und Schüler. Die Fachschaft Erdkunde legt besonderen Wert auf ein erkundendes Lernen; soweit dies möglich ist, werden wichtige Themenfelder durch unmittelbare Begegnungen mit dem originalen Gegenstand (z.B. auf Lehrwanderungen oder Übersichtsexkursionen) erschlossen.

 

 

 

 

 

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Schulprogramm 3.3.1: Konzepte - der Geschichtsunterricht

 

Geschichtsunterricht vor Ort:
Das Hexenbürgermeisterhaus in Lemgo

   
Der Geschichtsunterricht will den Schülerinnen und Schülern ermöglichen, ein fundiertes Geschichtsbewusstsein zu entwickeln und ein historisches Urteilsvermögen auszubilden, auf dessen Grundlage eine mündige Teilhabe am demokratischen Gemeinwesen möglich ist.

Er vermittelt Vorstellungen von historischen Ereignissen, Strukturen und Entwicklungszusammenhängen, leitet zu einer reflektierten Auseinandersetzung mit historischen Problemstellungen und Deutungsmustern, Denkgewohnheiten und Wertmaßstäben an und ermöglicht so, die eigene Lebenssituation in ihren geschichtlichen Zusammenhängen zu überdenken und Handlungsperspektiven zu gewinnen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Schulprogramm 3.3.1: Konzepte - neue Fächer in der Sek II

 

   
   


Erziehungswissenschaften und Philosophie als in der Oberstufe neu einsetzende Fächer

Wesentliches Ziel des Faches Erziehungswissenschaften ist die Aufklärung über Erziehungsprozesse, um die Schülerinnen und Schüler zu einem verantwortlichen Leben in unserer Gesellschaft zu befähigen.

Der Unterricht vermittelt gründliches Fachwissen über Grundtatsachen, Notwendigkeit und Grenzen der Erziehung, Entwicklungs- und Sozialisationsprozesse und thematisiert – vor dem Hintergrund der Idee der Erziehung zur Toleranz – die Bedeutung von Mündigkeit und Identitätsbildung sowie Konzepte der Werteerziehung. Er leistet so seinen spezifischen Beitrag zur politischen Bildung und zur Entwicklung von Selbst- und Sozialkompetenz. Besonderes Anliegen des Faches Philosophie ist, im Geiste der Aufklärung und der Vernunftkultur, der Verständigung und der Toleranz zu einer vertiefenden Allgemeinbildung beizutragen.

Der Philosophieunterricht thematisiert Möglichkeiten und Aufgaben moralischer Selbstfindung und eröffnet den Schülerinnen und Schülern eine reflektierte Auseinandersetzung mit sozial- und kulturgeschichtlich wirksamen weltanschaulichen, wissenschaftlichen und religiösen Deutungs- und Orientierungssystemen sowie mit Grundfragen der menschlichen Existenz wie auch der Staatsform der Demokratie und mit der Bedeutung von Menschenrechten.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Schulprogramm 3.3.1: Konzepte - ökonomische Bildung in der Sek I

 

   
   
Aufgabe der Schule ist auch, die Schülerinnen und Schüler darauf vorzubereiten, selbstbestimmt und verantwortungsbewusst ihre Mitgestaltungschancen und Mitbestimmungsrechte im Wirtschaftsleben wahrzunehmen. Mit der zum Schuljahr 2005/06 verbindlichen Rahmenvorgabe „Ökonomische Bildung“ des Schulministeriums sind die gesellschaftswissenschaftlichen Fächer gehalten, ökonomische Unterrichtsinhalte deutlicher zu akzentuieren und miteinander abzustimmen und mit Blick auf eine wirtschaftliche Grundbildung der Schülerinnen und Schüler zusammenzuarbeiten. Fortbildungen hierzu haben stattgefunden; mit der Umsetzung der Vorgabe sind die Fachkonferenzen derzeit befasst.
 

 

 

 

 

 

 

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Schulprogramm 3.3.1: Konzepte - schulspezifische Vorhaben und Projekte

 

   

Außerschulische Lernorte:
Geschichtsforschung in Lemgo, Projekt "Die mittelalterliche Stadt"



Im Laufe der Jahre sind ausgehend von den Fachlehrplänen verschiedene schulspezifische Vorhaben entwickelt, erprobt und etabliert worden, die in der Lage sind, über den täglichen Unterricht hinaus besondere Akzente in der politischen Bildung am Widukind-Gymnasium zu setzen.

Zu diesen Vorhaben gehören etwa

  • ein Zeitungsprojekt in den 8. Klassen unter Einbeziehung neuer Medien,
  • der Epochenunterricht der Fächer Erdkunde und Geschichte in den 9.Klassen mit dem Ansatz eines Schwerpunktlernens und dem Aufsuchen außerschulischer Lernorte
  • die Projekttage zur Drogenprävention in den 8. Klassen.

Auch die Teilnahme von Schülerinnen und Schülern an Wettbewerben hat eine lange und erfolgreiche Tradition. Beispielhaft genannt werden können das Erdkunde- Quiz, der Osteuropa-Wettbewerb, der Europa-Wettbewerb der Friedrich- Ebert-Stiftung, der Geschichtswettbewerb der Körber-Stiftung unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten oder die Teilnahme am von der Hertie-Stiftung organisierten Bundeswettbewerb „Jugend debattiert“.

Die unterrichtliche Vermittlung politischer Bildung wird auch durch eine ganze Reihe außerunterrichtlicher Aktivitäten ergänzt und vertieft, die feste Bestandteile der politischen Kultur an unserer Schule geworden sind. Für den Bereich der Sekundarstufe I sind beispielsweise die Arbeitsfelder der Gewaltprävention („Mobbing“) sowie der Drogenprävention bereits viele Jahre wichtige Bausteine des politisch-sozialen Lernens unserer Schülerinnen und Schüler. Dem sozialen Lernen bzw. dem sozialen Miteinander der Schülerinnen und Schüler gilt seit langem ein besonderes Augenmerk der Erziehung am Widukind- Gymnasium. (Siehe dazu Abschnitt 4.1.2.)

Politische Bildung im direkten Sinne erleben und erfahren die Schülerinnen und Schüler unserer Oberstufe in regelmäßig stattfindenden Podiumsdiskussionen zu gesellschaftspolitisch aktuellen und kontrovers diskutierten Themen (z.B. Embryonale Stammzellforschung, Windkraft). Die Podiumsdiskussionen sind jeweils als Schlussbausteine vorbereitender, fächerverbindender Projekte konzipiert und werden von Oberstufenschülerinnen und -schülern selbständig organisiert und durchgeführt.

 

 

 

 

 

 

 

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