"Jugend debattiert" - Schulverbundsfinalrunde im WGE
"Für die Beteiligten ist es viel motivierender, wenn nicht die Jury ihr einziges Publikum ist", sagt Dr. Uwe Barrelmeyer, der den Wettbewerb am WGE koordiniert. Eingeladen seien deshalb nicht nur Mitschülerinnen, Mitschüler und Verwandte, sondern alle Interessierten.
Die Gewinner in den beiden Altersgruppen nehmen dann am Landeswettbewerb teil. Vorher erhalten sie ein dreitägiges Training durch einen professionellen Rhetoriktrainer.
"Den Schülern ist bewusst, dass sie in diesem Wettbewerb etwas lernen, wovon sie außerhalb der Schule sehr profitieren können", hat Schulleiterin Brigitte Binke-Orth beobachtet. Die Zahl der Teilnehmer steige seit 2004 stetig. Und auch immer mehr Lehrer zeigten sich interessiert, ihren Klassen ein zusätzliches Angebot zu machen.
Um das Debattiertraining angemessen betreuen zu können, haben mehrere Lehrerinnen und Lehrer des WGE an Fortbildungen teilgenommen. Für den aktuellen Wettbewerb haben sie Schülerinnen und Schüler aus 9 Klassen und Oberstufenkursen betreut. Dort wurden bereits in internen Wettbewerbsrunden die jeweils zwei Besten bestimmt. Aus diesen werden am Vormittag des 12. Februar zunächst in Vorentscheidungsrunden mit den Bielefelder Gästen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer für das abendliche Finale ermittelt.
Es geht immer um Entscheidungsfragen, zu denen man Stellung nehmen muss, weiß Hans Volkmer, der von Beginn an Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit seiner Kollegin Ulrike Schröder in einer Arbeitsgemeinschaft "Diskutieren und Debattieren" auf den Wettbewerb vorbereitet hat. Eine denkbare Fragestellung könne z.B. sein: "Soll es in NRW auch weiterhin Kopfnoten geben?"
Diejenigen, die die abendliche Finalrunde nicht erreichen, werden ihren Mitschülerinnen und Mitschülern die Daumen drücken, dass vielleicht wieder jemand aus Enger so erfolgreich ist wie Ann-Christin Nickel, die im Jahr 2005 das Bundesfinale in Berlin erreichte.

