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"Die letzte Reise" - Kooperation mit dem Widukind-Museum Enger

Als Beitrag des Rumpelstilzchen-Literaturprojekts zu der unter dem Titel "Die letzte Reise" vom Widukind-Museum vom 1. November 2008 bis zum 12. April 2009 veranstalteten historischen Ausstellung zum Thema Tod und Bestattung vom Mittelalter bis in die Moderne entstanden Gedichte zu zwei Diaschauen des Photographen, Graphikers, Malers und Lyrikers Siegfried Baron (Hiddenhausen, ehemals Enger). Von ihm stammt auch das Gestaltungskonzept. Die Diaschauen waren ebenso Teil der Ausstellung wie ausgewählte Gedichte von Robin Dietrich, Stefanie Göhner, Marvin Koltzsch, Sophie Laura Stahl und Helena Wippermann. Darüber hinaus fand im Rahmenprogramm zur Ausstellung am 28. Januar 2009 eine Lesung der Texte im Gemeindehaus am Kirchplatz statt.
Die Zusammenarbeit zwischen Siegfried Baron und dem Rumpelstilzchen-Literaturprojekt zum Thema wird fortgesetzt und von der Rumpelstilzchen-Seite her personell erweitert. Präsentationen an anderen Orten sind geplant; sowohl als Ausstellung als auch als mutimedial unterstützte Lesung.

SprachZeichen (Kunst und Literatur im Dialog)

Die Idee für das Projekt entstand, nachdem Mitglieder des Rumpelstilzchen-Literaturprojekts und eines Literaturkurses der Jahrgangsstufe 13 des WGE im Herbst 2006 die Ausstellung "Michael Strauß Begegnung Tina Tacke" in der "Galerie im Gerbereimuseum" besucht und zu dort ausgestellten Arbeiten eigene Gedichte und Kurzprosatexte geschrieben hatten. (Das Museum als solches zeigt zwar historisches Handwerk, die ihm angegliederte "Galerie im Gerbereimuseum" konzentriert sich auf die Präsentation aktueller Kunst, Literatur und Musik.) Diese Ausstellung stellte Bilder und Plastiken gegenüber. Hier ging es also zunächst um den Dialog zweier bildkünstlerischer Ausdrucksformen. Mit ihren Texten wurden die Kinder und Jugendlichen sozusagen zu weiteren Gesprächspartnern.
Im Gespräch über diese einmalige Aktion entstand die Idee eines Projektes, das über einen längeren Zeitraum hinweg einen kreativen Dialog junger Autor/inn/en mit einem erwachsenen bildenden Künstler ermöglichen sollte.

Projektziele:

künstlerische Partner:
Michael Strauß (Maler, Bildhauer, Autor)
geboren 1957 in Greifswald, lebt in Bielefeld. Ausbildung als Steinmetz/Steinbildhauer in Dortmund, Abschluss im Fachbereich Bildhauerei an der Staatlichen Kunstakademie Maastricht (Niederlande), Abschluss als Diplomgeologe an der RWTH Aachen. Seit 1998 Leiter des Museums Bünde. Seit 1981 Einzel- und Gruppenausstellungen sowie Aktionen (Auswahl in alphabetischer Reihenfolge): Aachen (Galerie Signe, NeuerAachenerKunstverein, Suermondt-Ludwig-Museum u.a.), Bad Salzuflen (Fachwerk), Düsseldorf, Enger (Galerie im Gerbereimuseum), Erkelenz, Essen (Mineralien-Museum), Eynatten/B (Melkfabrik), Gütersloh (Galerie Grabenheinrich u.a.), Hannover, Heinsberg (Galerie Engelhaupt), Herford (Daniel-Pöppelmann-Haus u.a.), Maastricht/NL (Bonefantenmuseum u.a.), Mainz (Eisenturm), Offenbach/Main, Reutlingen (Naturkundemuseum), Sittard/NL (Melkfabriek), Vaals/NL (Beeldenpark Vaalbroek). Verschiedene Kataloge und Dokumentationen.
Siegfried Baron (Photo- und Multimediadokumentation)
geboren 1941 in Liegnitz/Schlesien, lebt in Hiddenhausen. Lyriker, Photograph, Maler, Grafiker; hat als Kartograph, Photograph, Graphiker und Ausstellungsgraphiker gearbeitet. Verschiedene Photoausstellungen (u.a. Kunsthalle Bielefeld), ein eigenständiger Photoband, ein Gedichtband, Multimediaprojekte.

Projektverlauf:
Michael Strauß stellte den beteiligten Rumpelstilzchen-Mitgliedern zunächst im Februar 2007 ein Bild zur Verfügung gestellt. Mit diesem setzten sie sich schreibend auseinander. Es entstanden sowohl Gedichte als auch kurze erzählende Texte. Die (24) Texte gingen an den Künstler zurück, der malend individuell auf sie antwortete. Die Schüler/innen reagierten wieder schreibend. Dieser Austausch wurde bis zum Ende des Jahres 2007 weitergeführt. Es gab keinen festen Zeitplan für die einzelnen Arbeitsschritte, da die Schüler/innen ohne Zeitdruck arbeiten können mussten. Der Austausch endete deshalb auch an unterschiedlichen "Stationen".
Als Ergebnisse des Projektes entstanden nicht Bildbeschreibungen, sondern die Autor/inn/en suchten und fanden ihre eigenen Bilder und Geschichten als "Antwort" auf die gemalten Bilder und setzten sich mit den wieder ganz eigenen (individuell an die Einzelnen gerichteten) "Antworten" des Malers auseinander. Es ging also um einem echten künstlerischen Dialog von Kindern und Jugendlichen mit einem erwachsenen Künstler und nicht darum, dass dieser die Schüler/innen bei ihrer Arbeit anleitete oder ihnen in einem Werkstattgespräch Einblick in seine Arbeit gab.
Parallel zu den malerischen "Dialogbeiträgen" schrieb Michael Strauß ein Arbeitstagebuch, das evtl. in Ausschnitten in spätere Projektpräsentationen integriert wird.

geplante Projektpräsentationen:

Preise:

letzte Aktualisierung: 20.03.2009

 



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