Der Austausch mit Gulpen (NL)

 
 Seit Jahrzehnten gehört der Schüler-Austausch mit unserer Partnerschule in Voiron ( Frankreich) zum festen Bestandteil unserer internationalen Begegnungen - hierüber ist schon ausführlich berichtet worden. Ein Englandaufenthalt als "paying guest" in Familien sowie eine Fahrt innerhalb Deutschlands vervollständigen das Programm. Heute bieten wir unseren Schülerinnen und Schülern neben dem Frankreich-Austausch einen Austausch mit einer englischen und einer niederländischen Schule sowie eine Dreiländerfahrt an.

Im Schuljahr 2000/01 wurde die Euregio-Fahrt ins Leben gerufen. Hierbei handelt es sich um eine Dreiländerfahrt in die Euregio Rhein-Maas, dem Städtedreieck Maastricht-Lüttich-Aachen. Im Rahmen der ersten Fahrt dorthin gelang es uns, Kontakte zu einer niederländischen Schule zu knüpfen, dem Sophianum in Gulpen, einer Kleinstadt zwischen Aachen und Maastricht in der Provinz Limburg. Was zunächst nur als Einblick in das dortige Schulsystem geplant war, weckte schnell gegenseitiges Interesse nach regelmäßigen Kontakten. Einem gemeinsamen Besuch der Ausstellung "Heiter bis wolkig" über die deutsch-niederländischen Beziehungen im Haus der Geschichte in Bonn folgte zunächst der Besuch einer Kleingruppe von Schülerinnen aus Gulpen in Enger.

Ab dem Schuljahr 2001/02 begann dann der regelmäßige Austausch mit dem Sophianum in Gulpen. Bedurfte es anfangs noch einiger Überredungskünste diesen Austausch mit einem weder englisch noch französisch sprechenden Partner unserer Schülerschaft schmackhaft zu machen, so hatte sich im Folgejahr das gute Gelingen dieses D-NL-Austausches herumgesprochen. Als Höhepunkt der Woche am WGE können wir den Niederländern die Wiege ihrer Staatsgründung im Friedenssaal zu Münster zeigen.

Auch das Wochenprogramm in Gulpen wurde gut angenommen: Unterrichtsbesuche sowie Exkursionen nach Maastricht, Brüssel oder Amsterdam incl. Grachtenfahrt fanden großen Anklang. Einen nachhaltigen Eindruck hinterließ der Besuch des amerikanischen Soldatenfriedhofs in Margraten; hier ruhen ca. 8000 gefallene amerikanische Soldaten des Zweiten Weltkriegs.

 

Dass diese Wochen viel zu schnell vergingen, war die Ansicht sowohl der deutschen als auch der niederländischen Eltern, die mit ihren Gästen gern noch einiges unternommen hätten.

Die hervorragende Ausstattung der Schule sowie die Sauberkeit im Gebäude löste große Bewunderung aus. In den Familien wurden die Schülerinnen und Schüler herzlich aufgenommen und auch essensmäßig verwöhnt. Dass die meisten Niederländer gut deutsch sprechen, war schon im Vorfeld beim Versenden von E-Mails zu bemerken; ein weiterer Pluspunkt, obwohl Englisch als Verkehrssprache vereinbart ist. Auch die Möglichkeit der außerschulischen Nach-Treffs mit den Billig-Tickets der Bahn erhöht die Attraktivität dieser Fahrt.


Im Übrigen sei erwähnt, dass das Sophianum durch seine erstklassige Ausstattung und der Praxis alternativer Unterrichtsverfahren das Interesse unserer Lehrerschaft geweckt hat, was durch einen "Schnupperbesuch" einer Abordnung unseres Kollegiums dokumentiert ist.



 



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