Partnerschaftsverein
Die Partnerschaft mit Chilibulo |
Das Kinderzentrum in Chilibulo |
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Chilibulo ist ein Vorort von Quito, der Hauptstadt Ecuadors. Dieser Vorort ist jahrelang der bevorzugte Anziehungspunkt für die zuwandernde hungernde und besitzlose Landbevölkerung Ecuadors gewesen, weil sich in einer der tiefen Andenschluchten eine der größten Müllhalden der Stadt befand. Hier konnte man wenigstens nicht „verhungern“, und so wurde der angefahrene Müll täglich von Hunderten durchwühlt und aussortiert. Heute ist die Müllhalde offiziell geschlossen, illegal wird täglich weiter hier abgeladen und dazu kommt der Müll, den die Anwohner hier selbst produzieren, denn in diesem Elendsviertel gibt es keine städtische Entsorgung. Extreme Armut, Arbeitslosigkeit, Krankheiten und Alkoholismus prägen das Klima, in dem die Menschen leben. Der Alltag der Kinder ist gekennzeichnet durch Gewalt, Misshandlungen, Hunger und vor allem Krankheiten. Sie haben keine Möglichkeit, eine adäquate Schulbildung zu erhalten, um dem Teufelskreis aus Hunger, Armut und Arbeitslosigkeit zu entgehen. |
Das Kinderzentrum |
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Seit 1982 gibt es das Kinderzentrum in Chilibulo, in dem Kinder betreut werden, deren Eltern sich tagsüber nicht um sie kümmern können. Frau Ilonka Forwick, die am Annette von Droste Hülshoff Gymnasium in Münster unterrichtet, begann für die Kinder in Chilibulo zu werben und Spenden zu sammeln. |
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Mit der Zeit nahm das Projekt größere Ausmaße an. Ein Sprechzimmer konnte gebaut werden, ausgestattet mit sparsamsten Einrichtungen zur Untersuchung und Behandlung, Eltern, die bisher höchstens einem der überall tätigen „Heiler“ vertraut hatten, fanden langsam den Weg in die Praxis. Die Ärztin berät und behandelt inzwischen auch sie. Der tägliche Praxisbetrieb wurde ausgeweitet, der Kontakt zu staatlichen Gesundheitsstellen hergestellt, allerdings ohne von diesen finanziell unterstützt zu werden. Eines der größten und traurigsten Probleme ist die Unterernährung von Kindern und Müttern. Die im Zentrum betreuten Kinder sind zwischen 6 Monaten und 12 Jahre alt. Die Kinder bekommen pro Tag fünf Mahlzeiten. Sie werden in grundlegenden Hygieneregeln unterwiesen (z.B. Zähneputzen). Die pädagogische Betreuung übernehmen Kindergärtnerinnen und Lehrer.
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Beziehungen zwischen dem Kinderzentrum in Chilibulo und dem Widukind-Gymnasium Enger |
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Auf Initiative von Frau Mannkopf-Hahn, einer Lehrerin des Widukind-Gymnasiums, ist in den 90er Jahren eine Partnerschaft mit dem Kinderzentrum in Chilibulo entstanden. Wir finanzieren Medikamente sowie die Tätigkeit einer Ärztin und geben Zuschüsse zu den Gehältern der Beschäftigten. Die Schülerinnen und Schüler, die im Rahmen des Schüleraustausches in Quito sind, können das Zentrum besuchen, einen Teil des Alltags der Kinder von Chilibulo erleben und so einen wichtigen Einblick in die soziale Realität Ecuadors gewinnen. Das Geld, das für die Unterstützung des Kinderzentrums benötigt wird, stammt zu einem Teil aus Spenden von Einzelpersonen. Weitere Einnahmen stammen aus Aktionen, die regelmäßig am Widukind-Gymnasium stattfinden, um den Kindern von Chilibulo zu helfen.
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