Latein

Latein am WGE

(Hier findet man Antworten auf häufig gestellte Frage zum Nachlesen.)


1) Warum Latein lernen?

2) Das Latinum

3) Lateinlehrgänge am WGE

4) Lehrbuch und Unterricht in der Sekundarstufe I

5) Latein in der Oberstufe

6) Weiterführende Links zum Thema Latein



1) Warum Latein lernen?

Die Sprache der Latiner hatte sich mit den Eroberungen der Römer im gesamten Mittelmeerraum ausgebreitet. Bis England und Germanien reichte das römische Reich. Überallhin haben die Römer zusammen mit den Dingen und den kulturellen Einrichtungen, die sie mitbrachten, auch ihre Sprache gebracht. Es entwickelten sich als Dialekte die sogenannten romanischen Sprachen: Italienisch, Französisch, Spanisch, Portugiesisch und Rumänisch. Sehr viele Wörter dieser Sprachen haben lateinischen Ursprung. Aber auch im Deutschen und im Englischen finden wir Lehn- und Fremdwörter in reicher Zahl. Der gehobene englische Wortschatz zum Beispiel hat sogar zu circa 60 Prozent seinen Ursprung im Lateinischen. Latein hilft, den Wortschatz in allen bisher erlernten Sprachen zu erweitern und zu vertiefen.
(Beispiele: peace –– pax  - vgl. Pazifist ;
 republic – republic – res publica – Republik ;
wine – le vin – vinum - Wein;
human – humaine – humanus – human)
Der Lateinunterricht ist außerdem ein „grammatisches Rückgrat“. Man lernt besser als im Deutschunterricht, wie unsere Sprache, ja, wie Sprache überhaupt funktioniert. Übersetzen schult so genannte „Schlüsselqualifikationen“, wie Konzentration, Ausdauer, Sorgfalt, Prägnanz, vernetzendes Denken. Das sind Fähigkeiten, die in allen Fächern gebraucht werden und die zu einer allgemeinen Studierfähigkeit führen. Es gilt gelegentlich zu knobeln. Mal muss ein einziges lateinisches Wort durch vier deutsche Wörter wiedergegeben werden; mal muss man für ein lateinisches Wort drei sehr unterschiedliche deutsche Bedeutungen parat haben, aus denen man die richtige und im Kontext passende auswählt. All dies schult das Denkvermögen.
Wer Latein kann, versteht seine Muttersprache besser und kann mit ihr gekonnter umgehen. Im Unterricht arbeiten wir - anders als in modernen Fremdsprachen - zweisprachig, lateinisch und deutsch: Das bietet den Vorteil, dass wir in unserer Muttersprache über eine Fremdsprache sprechen, ihre Strukturen durchdenken und damit immer gleichzeitig auch das Deutsche (und eben von Fall zu Fall die anderen Fremdsprachen) besser verstehen.
Bis ins späte Mittelalter hinein wurde Latein neben den Nationalsprachen in ganz Europa gesprochen und geschrieben (lingua franca). Das Lateinische war über Jahrhunderte die europäische Bildungssprache, die Sprache der Wissenschaften, der Religion, der Politik, der Künste. So kommt es z. B., dass Juristen immer noch Iura d.h. „die Rechte“ studieren., dass z. B. die medizinische und biologische Fachsprache zu weiten Teilen lateinisch ist. Insgesamt stammen etwa 75 Prozent der Fremdwörter im Deutschen aus dem Lateinischen.
Latein zu lernen hat einen hohen Bildungswert und ist sowohl für die persönliche Lebensgestaltung der Schülerinnen und Schüler als auch für ihren schulischen und beruflichen Bildungsgang von großem Nutzen.

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2) Das Latinum

Was ist das Latinum? Das Latinum ist ein Zertifikat über Lateinkenntnisse, auf das sich die Kultusministerien bundesweit einheitlich geeinigt haben. Es wird zusammen mit der bestandenen Abiturprüfung auf dem Abiturzeugnis bescheinigt. Das Latinum ist für etliche Studiengänge Zugangsvoraussetzung, für viele nicht vorgeschrieben, aber hilfreich.
Wann bekommt man das Latinum? Nach der Umstellung auf das achtjährige Gymnasium wird ein Schüler, der in Klasse 6 beginnt, Latein zu lernen, die Voraussetzungen für das Latinum am Ende von Klasse 10 mit ausreichenden Leistungen erreicht haben. Ein Schüler, der in Klasse 8 beginnt, Latein zu lernen, wird diese Voraussetzungen am Ende von Klasse 12 mit ausreichenden Leistungen erreicht haben.
Gibt es ein Kleines und Großes Latinum? Der Abschluss „Großes Latinum“ ist ersetzt worden durch den Begriff „Latinum“, der Lateinkenntnisse in dem Umfang bestätigt, den die Universitäten als Studienvoraussetzung verlangen. Lateinkenntnisse in geringerem Umfang, die als Studienvoraussetzung nicht hinreichen, wenn das Latinum verlangt ist. werden als „Kleines Latinum“ bezeichnet.
Wozu braucht man das Latinum? An vielen Universitäten in Deutschland ist das Latinum für eine ganze Reihe von Fächern Zugangsvoraussetzung: Dazu gehören Deutsch, Englisch, Französisch, Geschichte, Theologie, Philosophie, Archäologie. In vielen anderen Bereichen sind Lateinkenntnisse hilfreich, so wenn man an die medizinischen und juristischen Berufe und die Biologie denkt mit ihren je eigenen meist auf das Lateinische zurückreichenden Fachsprachen.
Da sich immer wieder die Forderungen der Universitäten ändern, erhält man genauere Informationen unter www.altphilologenverband.de und durch Kontaktierung der einzelnen Universitäten.


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3) Lateinlehrgänge am WGE

Latein ab Klasse 6 Im Rahmen des achtjährigen Gymnasiums bietet das WGE Latein als zweite Fremdsprache ab Klasse 6 an. Es wird zunächst vierstündig, später dreistündig unterrichtet. Die Voraussetzungen für das Latinum werden am Ende von Klasse 10 erreicht.
Latein ab Klasse 8 Im Rahmen des achtjährigen Gymnasiums bietet das WGE Latein als dritte Fremdsprache ab Klasse 8 an. Es wird voraussichtlich zunächst dreistündig unterrichtet. Die Voraussetzungen für das Latinum werden am Ende von Klasse 12 erreicht.


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4) Lehrbuch und Unterricht

Mit welchem Lehrbuch wird Latein am WGE unterrichtet? Seit dem Schuljahr 2006/07 beginnt der Lateinunterricht am WGE mit dem neu entwickelten, modernen Lehrbuch „Prima“ aus dem Buchner-Verlag. Es ist auf die Verkürzung der Schulzeit und auf den früher einsetzenden Lateinunterricht hin konzipiert.
Wie sieht der Lateinunterricht aus? Die Lehrbücher und die Unterrichtsmethoden haben sich in den letzten Jahren im Gegensatz zu früher sehr stark gewandelt. Die Inhalte der Lehrbuch-Texte sind interessant, anschaulich und informativ. Sie bieten Einblicke in die  Welt der Antike: in antike Geschichte und Mythologie, in das Alltagsleben der Römer (Thermen, Gladiatorenspiele, Schule etc.). Wir sprechen z.B. über die Massenveranstaltungen, die die Römer liebten (Gladiatorenspiele) und finden Parallelen zu heutigen Veranstaltungen. Wir lernen das römische Theater kennen und stellen fest, wie es das heutige Theater vorgeformt hat. Im Unterricht wird also die Antike zu einem  Modell, das dazu dient, unsere heutige Zeit besser zu verstehen. Die Wurzeln unserer europäischen Identität werden immer wieder sichtbar.
Es wird nur von der lateinischen Sprache in die deutsche übersetzt. Wir nehmen uns Zeit, die Texte zu erschließen, zu übersetzen und an deutschen Formulierungen zu arbeiten. Die Unterrichtssprache ist Deutsch.
Wichtige Elemente des Unterrichts sind zudem abwechslungsreiche Übungen, Lernspiele, Wortschatztraining, Rollenspiele und Referate. Auch der Einsatz des Computers ist im Lateinunterricht zur Selbstverständlichkeit geworden.
Was ist das "Lernstudio"? Im zweiten Schulhalbjahr des Jahrgangs 6 und im ganzen Jahrgang 7 wird in der zweiten Fremdsprache (Latein/Französisch) eine fünfte Unterrichtsstunde erteilt. Diese Stunde ergänzt den regulären, vierstündigen Unterricht und heißt bei uns LERNSTUDIO. Sie dient der individuellen Förderung der Schülerinnen und Schüler. Es wird kein neuer Unterrichtsstoff behandelt und es gibt dementsprechend auch keine Hausaufgaben. Nicht alle Schülerinnen und Schüler einer Lerngruppe nehmen an allen Stunden teil, so dass in kleineren Gruppen intensiver und individueller gearbeitet werden kann.
Im LERNSTUDIO wird vor allem den Kindern, die Unterstützung brauchen, Zeit und Anleitung zum Üben und zum Vertiefen des Gelernten gegeben. Die Kinder, die dem Unterrichtsstoff ohne Schwierigkeiten folgen können, beschäftigen sich in einer geringeren Anzahl von Stunden mit weiterführenden Aufgaben oder kleinen Projekten.


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5) Latein in der Oberstufe

Wie sieht der Lateinunterricht nach der Arbeit mit dem Lehrbuch aus? Nach dem Abschluss des Sprachlehrgangs folgt die Erarbeitung und Auseinandersetzung mit lateinischen Originaltexten unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade. Hierbei werden die vom Ministerium vorgegebenen Inhalte, die die Voraussetzungen für das Zentralabitur bilden, berücksichtigt.
Welche Themen und Autoren werden behandelt? Nach dem Sprachlehrgang werden zum Beispiel Fabeln des Phaedrus oder mythologische Texte Gegenstand des Unterrichts sein. Zusätzlich zur Übersetzung werden sprachliche Gestaltung, inhaltliche Aspekte und kulturelle Fragestellungen berücksichtigt. Im weiteren Verlauf des Lateinunterrichts treten historische, philosophische, rhetorische und politische Texte zum Beispiel von Caesar und Cicero hinzu. Aus dem Bereich der Dichtung beschäftigen wir uns z.B. mit Texten Ovids und Vergils.


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6) Weiterführende Links zum Thema Latein

Wer sich weiter zum Thema Latein und Lateinunterricht oder über die Welt der Antike im Internet informieren möchte, sei hier auf einige weiterführende Links verwiesen.
www.altphilologenverband.de
www.learnline.de
www.lateinforum.de
www.die-roemer-online.de
Einmal im Monat erscheinen lateinische Nachrichten unter www.radiobremen.de


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